Statuten

Vereinsstatuten

 

  • 1: Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen „AEon-eSports“.

(2) Er hat seinen Sitz in St.Oswald im Rosental und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Europa.

(3) Die Errichtung von Zweigvereinen ist nicht beabsichtigt.

 

  • 2: Zweck

Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt

  • die Förderung des eSport (Elektronischer Sport).
  • die Förderung von Jugendlichen sowie jeglichen Interessenten des eSports.
  • das Veranstalten von Live-Events.
  • das Veranstalten von LAN-Partys.
  • das Veranstalten von Turnieren.
  • die Teilnahme an Turnieren sowohl Online als auch Offline.

 

  • 3: Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

(1) Der Vereinszweck soll durch die in den Abs. 2 und 3 angeführten ideellen und materiellen Mittel erreicht werden.

(2) Als ideelle Mittel dienen:

  • – Regelmäßige Treffen.
  • – Öffentlichkeitsarbeit (Onlineauftritt).
  • – Organisation von spielerischen Anlässen (z.B. Turniere).
  • – das Bereitstellen der benötigten Infrastruktur.
  • – Organisation von öffentlichen Übertragungen.

(3) Die erforderlichen materiellen Mittel sollen aufgebracht werden durch:

  • – Spenden
  • – Private und öffentliche Subventionen
  • – Sponsoren
  • – Verkauf von Werbematerial (z.B. Merchandise)
  • – Einnahmen von diversen Veranstaltungen und Turnieren
  • – Mitgliedsbeitrag

 

  • 4: Arten der Mitgliedschaft

(1) Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche und Ehrenmitglieder.

(2) Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen und eine Position innerhalb des Vereins ausüben (Teamleiter, Coaches, Spieler, …). Außerdem werden ordentlichen Mitgliedern bei gemeinsamen Unternehmungen wie z.B. dem Besuch eines Turnieres, die dort anfallenden Teilnahmegebühren, sowie ein Teil der Anfahrtskosten übernommen.

(3) Außerordentliche Mitglieder sind solche, die die Vereinstätigkeit fördern allerdings kein Stimmrecht und keine bevorzugten Rechte genießen.

(4) Ehrenmitglieder sind Personen, die aufgrund besonderer Verdienste um den Verein ernannt werden.

 

  • 5: Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereins können alle natürlichen Personen, die das Mindestalter von 16 Jahren erreicht haben, sowie juristische Personen und rechtsfähige Personengesellschaften werden.

(2) Über die Aufnahme von ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand, sowie bei Spielern die betroffenen Teamleiter. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

(3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstands durch die Generalversammlung.

(4)  Nach Beschluss der Aufnahme in den Verein ist für die Vollendung der Aufnahme die Zahlung des Mitgliedsbeitrags obligatorisch.

 

  • 6: Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personengesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch freiwilligen Austritt oder durch Ausschluss.

(2) Der Austritt kann nur am Ersten eines Monats erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens sechs Wochen vorher schriftlich mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam. Für den Beginn der Frist ist das Datum der Postaufgabe maßgeblich.

(3) Der Vorstand kann ein Mitglied ausschließen, wenn dieses trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung die allgemeinen Verhaltensregeln nicht befolgt oder andere Bestimmungen, welche erst zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden nicht einhält. Der Ausschluss eines Mitglieds aus dem Verein kann vom Vorstand auch wegen grober Verletzung anderer Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden.

(4) Die Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft wird ebenso aufgrund der in Abs. 3 genannten Gründe von der Generalversammlung über Antrag des Vorstands beschlossen.

 

  • 7: Rechte der Mitglieder

(1) Jedes Mitglied ist berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen, die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen, vom Vorstand die Ausfolgung der Statuten zu verlangen. Die Mitglieder sind bei jeder Generalversammlung vom Vorstand über die Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins zu informieren.

(2) Ordentliche Mitglieder haben zudem das Stimmrecht in der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht. Mindestens ein Zehntel der Mitglieder kann vom Vorstand die Einberufung einer Generalversammlung verlangen, sowie unter Angaben von Gründen vom Vorstand eine Auskunft über die Tätigkeiten und finanziellen Gebarung des Vereins beantragen.

(3) Außerordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder sind in ihren Rechten denen eines ordentlichen Mitglieds gleichgestellt, haben jedoch kein Stimmrecht.

 

  • 8: Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnte. Sie haben die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge verpflichtet. Sie verpflichten sich außerdem, sich eigenständig über Vereinsbedingte Neuerungen und Änderungen zu informieren.

(2) Die Leiter der jeweiligen Teams werden über eine Mehrheitsabstimmung des Vorstandes ein- sowie abberufen. Jeder Teamleiter kann nach Absprache mit dem Vorstand einen Co-Leader, bzw. einen Assistenten ernennen. Die Leiter der jeweiligen Teams haben freie Hand über die Aufstellung, Erweiterung bzw. Dezimierung ihres jeweiligen Teams. Sie müssen aber auf Nachfrage des Vorstandes jede Handlung rechtfertigen können.

(3) Spieler haben kein Anrecht auf einen Stammplatz in einem aktiven Team, sondern können nur durch den Teamleiter und deren Gehilfen ins aktive Team einberufen. Der Teamleiter hat hierzu den Vorstand über die Gründe der Aufnahme zu informieren. Der Vorstand behält sich das Recht vor, Entscheidungen von diversen Teamleitern aufzuheben.

 

  • 9: Vereinsorgane

Organe des Vereins sind die Generalversammlung (§§ 13 und 14), der Vorstand (§§ 15 bis 17), die Rechnungsprüfer (§ 18) und das Schiedsgericht (§ 19).

 

  • 10: Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung ist die „Mitgliederversammlung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Eine ordentliche Generalversammlung findet alle vier Jahre statt.

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung findet auf

  • – Beschluss des Vorstands oder der ordentlichen Generalversammlung,
  • – schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder,
  • – Verlangen der Rechnungsprüfer,
  • – Beschluss eines Rechnungsprüfers,
  • – Beschluss eines gerichtlich bestellten Kurators statt.

(3) Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail (an die vom Mitglied dem Verein bekanntgegebene Fax-Nummer oder E-Mail-Adresse). Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand, durch die/einen Rechnungsprüfer oder durch einen gerichtlich bestellten Kurator.

(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens drei Tage vor dem Termin der Generalversammlung beim Vorstand schriftlich, mittels Telefax oder per E-Mail einzureichen.

(5) Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zur Tagesordnung gefasst werden.

(6) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen und die Ehrenmitglieder. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied im Wege einer schriftlichen Bevollmächtigung ist zulässig.

(7) Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder bzw. ihrer Vertreter (Abs. 6) beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 30 Minuten später mit derselben Tagesordnung statt, die ohne Rücksicht auf die Anzahl der Erschienen beschlussfähig ist.

(8) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen. Beschlüsse, mit denen das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen.

(9) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Obmann, in dessen Verhinderung sein Stellvertreter. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

 

  • 11: Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

  • – Beschlussfassung über den Voranschlag;
  • – Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses unter Einbindung der Rechnungsprüfer;
  • – Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstands und der Rechnungsprüfer; Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen Rechnungsprüfern und Verein;
  • – Entlastung des Vorstands;
  • – Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft;
  • – Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins;
  • – Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

 

  • 12: Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus vier Mitgliedern, und zwar aus Obmann, Obmannstellvertreter, Schriftführer sowie dem Kassier, wobei Doppelfunktionen möglich sind. Im Falle einer Doppelfunktion wird diese als eine einzelne Stimme bei Abstimmungen behandelt.

(2) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle ein anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist. Fällt der Vorstand ohne Selbstergänzung durch Kooptierung überhaupt oder auf unvorhersehbar lange Zeit aus, so ist jeder Rechnungsprüfer verpflichtet, unverzüglich eine außerordentliche Generalversammlung zum Zweck der Neuwahl eines Vorstands einzuberufen. Sollten auch die Rechnungsprüfer handlungsunfähig sein, hat jedes ordentliche Mitglied, das die Notsituation erkennt, unverzüglich die Bestellung eines Kurators beim zuständigen Gericht zu beantragen, der umgehend eine außerordentliche Generalversammlung einzuberufen hat.

(3) Die Funktionsperiode des Vorstands beträgt vier Jahre; Wiederwahl ist möglich. Jede Funktion im Vorstand ist persönlich auszuüben.

(4) Der Vorstand wird vom Obmann, bei Verhinderung von seinem Stellvertreter, schriftlich oder mündlich einberufen. Ist auch dieser auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied den Vorstand einberufen.

(5) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und zumindest zwei Personen aus dem Vorstand anwesend sind. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des/der Vorsitzenden den Ausschlag.

(6) Den Vorsitz führt der Obmann, bei Verhinderung sein Stellvertreter. Ist auch dieser verhindert, obliegt der Vorsitz jenem Vorstandsmitglied, das die übrigen Vorstandsmitglieder mehrheitlich dazu bestimmen.

(7) Außer durch den Tod und Ablauf der Funktionsperiode (Abs. 3) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (Abs. 9) und Rücktritt (Abs. 10).

(8) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder entheben. Die Enthebung tritt mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft.

(9) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstands an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung eines Nachfolgers wirksam.

 

  • 13: Aufgaben des Vorstands

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Er ist das „Leitungsorgan“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

  • – Einrichtung eines den Anforderungen des Vereins entsprechenden Rechnungswesens mit laufender Aufzeichnung der Einnahmen/Ausgaben und Führung eines Vermögensverzeichnisses als Mindesterfordernis;
  • – Festsetzung der Höhe der Mitgliedsbeiträge für alle Mitglieder;
  • – Erstellung des Jahresvoranschlags, des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses;
  • – Vorbereitung und Einberufung der Generalversammlung in den Fällen dieser Statuten;
  • – Information der Vereinsmitglieder über die Vereinstätigkeit, die Vereinsgebarung und den geprüften Rechnungsabschluss;
  • – Verwaltung des Vereinsvermögens;
  • – Aufnahme und Ausschluss von ordentlichen und außerordentlichen Vereinsmitgliedern;
  • – Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.

 

  • 14: Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Der Obmann führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Der Schriftführer unterstützt den Obmann bei der Führung der Vereinsgeschäfte.

(2) Der Obmann vertritt den Verein nach außen. Schriftliche Ausfertigungen des Vereins bedürfen zu ihrer Gültigkeit der Unterschriften des Obmanns und des Schriftführers, in Geldangelegenheiten (vermögenswerte Dispositionen) des Obmanns und des Kassiers. Rechtsgeschäfte zwischen Vorstandsmitgliedern und Verein bedürfen der Zustimmung eines anderen Vorstandsmitglieds.

(3) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu zeichnen, können ausschließlich von den in Abs. 2 genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.

(4) Bei Gefahr im Verzug ist der Obmann berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbständig Anordnungen zu treffen; im Innenverhältnis bedürfen diese jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

(5) Der Obmann führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.

(6) Der Schriftführer führt die Protokolle der Generalversammlung und des Vorstands.

(7) Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich, hebt die Beiträge der Mitglieder ein und führt über alle Einnahmen und Ausgaben Buch.

(8) Im Fall der Verhinderung tritt an die Stelle des Obmanns sein Stellvertreter. Sollten beide verhindert sein, ist der Schriftführer als Vertretung vorgesehen.

 

  • 15: Rechnungsprüfer

(1) Zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.

(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle sowie die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel. Der Vorstand hat den Rechnungsprüfern die erforderlichen Unterlagen vorzulegen und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die Rechnungsprüfer haben dem Vorstand über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

(3) Rechtsgeschäfte zwischen Rechnungsprüfern und Verein bedürfen der Genehmigung durch die Generalversammlung. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 15 Abs. 7 bis 9 sinngemäß.

 

  • 16: Schiedsgericht

(1) Zur Schlichtung von allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten ist das vereinsinterne Schiedsgericht berufen. Es ist eine „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass ein Streitteil dem Vorstand ein Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Über Aufforderung durch den Vorstand binnen sieben Tagen macht der andere Streitteil innerhalb von 14 Tagen seinerseits ein Mitglied des Schiedsgerichts namhaft. Nach

(3) Verständigung durch den Vorstand innerhalb von sieben Tagen wählen die namhaft gemachten Schiedsrichter binnen weiterer 14 Tage ein drittes ordentliches Mitglied zum/zur Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Die Mitglieder des Schiedsgerichts dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.

(4) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidung nach Gewährung beiderseitigen Gehörs bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

 

  • 17: Freiwillige Auflösung des Vereins

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.

(2) Diese Generalversammlung hat auch – sofern Vereinsvermögen vorhanden ist – über die Abwicklung zu beschließen. Insbesondere hat sie einen Abwickler zu berufen und Beschluss darüber zu fassen, wem dieser das nach Abdeckung der Passiven verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat. Dieses Vermögen soll, soweit dies möglich und erlaubt ist, einer Organisation zufallen, die gleiche oder ähnliche Zwecke wie dieser Verein verfolgt, sonst Zwecken der Sozialhilfe.